Neuburger ist eine weiße autochthone österreichische Rebsorte. Der Legende nach haben Weinhauer, die auch zeitweise als Schiffer tätig waren, bei Oberarnsdorf in der Wachau um 1860 ein Rebbündel aus der Donau gefischt. Zwei Jahre nachdem der Rebstock ausgepflanzt und vermehrt wurde, konnte bereits der erste Wein gekeltert werden.
Wie mittlerweile bewiesen wurde, ist der Neuburger eine Kreuzung aus Rotem Veltliner und Silvaner. Die lange Zeit vermutete Verwandtschaft mit den Burgundern ist nicht gegeben. [1]
Der Name Neuburger kommt vermutlich daher, dass die Rebe von Arnsdorf nach Spitz an der Donau gebracht wurde, wo die Ruine Hinterhaus steht, welche im Volksmund einfach „Burg“ genannt wurde. Im Jahre 1935 wurde der Rebsorte Neuburger in Oberarnsdorf ein Denkmal gesetzt. Das ursprüngliche Denkmal wurde im Mai 1941 gesprengt und im Jahr 1999 wiedererrichtet.
Der Neuburger ist, was den Boden betrifft, eher anspruchslos und kommt auch mit kalkhaltigen Böden gut zurecht. Wenn die eher späte Sorte ausreift, ergibt sie schwere Weine, die ein charakteristisches nussiges Aroma aufweisen, das an Burgunderweine erinnert.